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Mann läuft im Regen

🌧️ Laufen im Regen – ist es gut oder schlecht? Vor- & Nachteile und worauf es ankommt

Andreas Lindpointner

✨ Einleitung

Es gibt Tage, da sind Motivation und Lauflust groß – aber der Himmel hat andere Pläne. Regen prasselt aufs Fenster, die Luft ist feucht, die Temperatur fällt. Und dann stellt sich die Frage: Soll ich trotzdem laufen gehen?

Die gute Nachricht: Ja, du kannst im Regen laufen – und es kann dir sogar guttun! Doch wie bei jeder Trainingsform gibt es klare Vor- und Nachteile, Sicherheitsaspekte und ein paar wichtige Regeln, die du kennen solltest.

In diesem Artikel erfährst du, warum Regenläufe ein echtes Erlebnis sein können, welche Gefahren bestehen, wie du dich optimal vorbereitest und worauf du besonders achten musst, um gesund und motiviert durch nasse Trainingstage zu kommen.


🌧️ Warum Laufen im Regen eine besondere Erfahrung ist

Wenn du schon einmal im Regen gelaufen bist, weißt du: Das Gefühl ist einzigartig. Die Luft wirkt sauberer, die Welt ruhiger, die Strecke freier – und irgendwie wird man automatisch konzentrierter.

Viele Läufer:innen beschreiben Regenläufe als:

  • befreiend
  • meditativ
  • motivationssteigernd
  • leistungsfördernd
  • überraschend angenehm

Warum? Weil der Regen eine Art natürliche Kühlung bietet und der Kopf ganz automatisch in einen fokussierten Modus schaltet.


💧 Vorteile von Regenläufen – warum es richtig gut für dich sein kann

1. Du bleibst kühler – perfekte Temperaturen fürs Ausdauertraining

Regen senkt die Temperatur und verhindert Überhitzung. Das bedeutet:

  • dein Puls bleibt stabiler
  • du kannst länger im Grundlagentempo laufen
  • die Belastung fühlt sich leichter an

2. Die Luftqualität ist besser

Regen reinigt die Luft. Pollen, Staub und Schadstoffe werden gebunden. Optimal für Allergiker:innen und alle, die empfindlich auf schlechte Luft reagieren.

3. Weniger Menschen – mehr Ruhe

Kein Gedränge auf den Wegen, keine wartenden Menschen an Ampeln, kaum Lärm. Ideal, um Gedanken zu sortieren und den Kopf freizubekommen.

4. Mentale Stärke wird trainiert

Laufen im Regen macht dich härter:

  • du lernst, unangenehme Bedingungen zu akzeptieren
  • du stärkst deine Selbstdisziplin
  • du entwickelst Routine für Wettkämpfe bei schlechter Witterung

5. Regenläufe machen unerwartet viel Spaß

Es gibt etwas Kindliches daran, durch Pfützen zu laufen, Regentropfen auf der Haut zu spüren und die eigene Komfortzone zu überlisten. Viele berichten nach Regenläufen:
➡️ „Das hat mir mehr gegeben als jeder Sonnentag.“


⚠️ Nachteile & Risiken – worauf du achten musst

1. Rutschgefahr – besonders auf Laub, Holzstegen und glatten Steinen

Regen macht Untergründe unberechenbarer. Achte vor allem bei:

  • nassem Laub
  • Kopfsteinpflaster
  • glatten Brücken
  • Treppen
  • Steinen im Park
  • Wurzeln im Wald

2. Blasenrisiko steigt

Feuchtigkeit macht die Haut weicher.
→ Reibung steigt → Blasen entstehen schneller.

3. Du kannst schneller auskühlen

Schwitzige Kleidung + Regen + Wind = erhöhtes Kälterisiko.
Besonders nach dem Lauf ist es wichtig, schnell umzuziehen.

4. Höhere Erkältungsgefahr – aber nicht während des Laufens

Die Gefahr liegt nicht im Regen selbst, sondern:
➡️ im Auskühlen nach dem Training.

5. Technik & Körpergefühl können leiden

Durch den rutschigen Untergrund kann sich dein Schritt unsicherer anfühlen.
Das erfordert:

  • bessere Stabilität
  • stärkere Konzentration
  • bewusstere Körperhaltung

6. Sichtbarkeit ist schlechter – für dich und andere

Regentropfen, Dämmerung und schlechte Sicht können gefährlich sein.

Lösung:

  • helle Kleidung
  • Reflektoren
  • Stirnlampe

🧢 Welche Kleidung du beim Regenlaufen brauchst

1. Leichte, atmungsaktive Regenjacke

Nicht jede wasserdichte Jacke eignet sich fürs Laufen – sie muss:

  • atmungsaktiv sein
  • leicht sein
  • dich vor Wind schützen
  • Bewegungsfreiheit bieten

Softshell-ähnliche Materialien sind oft zu warm – setze lieber auf Laufjacken, die Feuchtigkeit managen.

2. Funktionsshirt statt Baumwolle

Baumwolle saugt Wasser auf wie ein Schwamm → schwer, kalt, scheueranfällig.
Funktionsmaterial bleibt leicht und trocknet schneller.

3. Laufhose je nach Temperatur

Bei Kälte: Lauftights
Bei milderen Temperaturen: leichte, wasserabweisende Shorts

4. Mütze oder Stirnband

Deine Augen bleiben freier, Regen stört weniger, und du verlierst weniger Wärme über den Kopf.

5. Laufschuhe mit gutem Grip

Straße? Trail? Mischgelände? Entscheidend ist die Außensohle.

  • Straßenläufe: flaches Profil, gute Haftung
  • Trails: grobes Profil, rutschfest bei Schlamm & Wurzeln

6. Funktionssocken

Sie verhindern Blasen – sogar im Nassen.


👟 Welche Laufschuhe eignen sich besonders für Regen?

Straßenläufe

  • Modelle mit guter Gummimischung
  • breitere Auflagefläche
  • stabilere Außensohle

Trailläufe

  • tiefes Profil
  • wasserabweisendes Upper

Gore-Tex? Ja, aber…

GTX-Schuhe:
✔ halten Wasser draußen
✘ lassen kaum Feuchtigkeit raus

Für lange Regenläufe top, für intensives Training manchmal zu warm.


🧴 Wie du Blasen beim Regenlaufen vermeidest

✔ Funktionssocken

Merino oder Synthetik – NIE Baumwolle.

✔ Vaseline oder Anti-Blasen-Gel an kritischen Stellen

Ferse, Achillessehne, Zehenzwischenräume.

✔ Schuhe gut schnüren

Nicht zu fest – nicht zu locker.

✔ Nach dem Lauf direkt Schuhe und Socken wechseln

Feuchte Füße können aufquellen.


🌬️ Lauftechnik im Regen – so bleibst du sicher

1. Schrittfrequenz erhöhen

Weniger Bodenkontakt = weniger Ausrutscher.

2. Kürzere Schritte

Mehr Stabilität, weniger Rutschgefahr.

3. Körper leicht nach vorne lehnen

Erhöht Kontrolle und Grip.

4. Blick vorausschauend

Gefahren früh erkennen.

5. Abrollen statt kraftvoller Abdruck

Zu harte Pushs können rutschig werden.


🧡 Warum Regenlaufen gut für deine mentale Stärke ist

Es gibt kaum ein Laufgefühl, das dich stärker werden lässt als ein guter Regenlauf.

Es trainiert:

  • Disziplin
  • Fokus
  • Durchhaltevermögen
  • Bereitschaft, Grenzen zu verschieben
  • Motivation

Viele erfahrene Läufer:innen sagen:
➡️ „Wenn du im Regen laufen kannst, kannst du überall laufen.“


🧊 Worauf du nach dem Regenlaufen unbedingt achten musst

1. Sofort umziehen

Nasse Kleidung = schnelles Auskühlen.

2. Warm duschen

Fördert Durchblutung & Regeneration.

3. Schuhe trocknen – aber richtig

  • Zeitungspapier hinein
  • nicht auf die Heizung
  • gut belüften

4. Warm trinken

Tee oder lauwarmes Wasser unterstützen den Kreislauf.

5. Stretching erst nach dem Aufwärmen zuhause

Draußen ist dein Körper zu ausgekühlt.


🎯 Zielgruppe & Nutzen

Dieser Artikel ist für dich, wenn du:

  • regelmäßig läufst
  • dich vom Wetter nicht stoppen lassen möchtest
  • sicher und motiviert durchs ganze Jahr trainieren willst
  • wissen möchtest, wie du Regenläufe optimal nutzt

Mit den Tipps wirst du:

  • sicherer
  • motivierter
  • leistungsfähiger
  • wetterunabhängig

🧾 Fazit & Takeaways

  • Laufen im Regen ist absolut möglich – und oft sogar richtig gut.
  • Die niedrigen Temperaturen helfen deinem Kreislauf und deiner Ausdauer.
  • Achte auf passende Kleidung, Grip und Sichtbarkeit.
  • Bereite dich gut vor und achte vor allem auf die Nachbereitung.
  • Regenläufe stärken deine mentale Härte und machen dich zu einem kompletten Läufer oder einer kompletten Läuferin.

Kurz gesagt:
Du musst das Wetter nicht kontrollieren – du musst nur lernen, damit zu laufen.


❓ FAQ

Ist Laufen im Regen gesundheitsschädlich?
Nein – solange du dich danach schnell umziehst und nicht auskühlst.

Sind Regenjacken beim Laufen sinnvoll?
Ja, aber sie müssen atmungsaktiv sein.

Sollte ich bei Gewitter laufen?
Nein, absolut tabu. Blitzgefahr!

Wie verhindere ich Blasen?
Funktionssocken, gute Schnürung, salben und schnell umziehen.

Kann ich im Regen schneller laufen?
Ja – die Temperatur ist ideal. Aber Vorsicht: Rutschgefahr!



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