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🌬️ Was bedeutet Atmungsaktivität? – Funktion & Nutzen im Sport

Andreas Lindpointner
Zuletzt aktualisiert am 26.03.2026 Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag wird bei Bedarf fachlich geprüft und aktualisiert. Redaktionsrichtlinien Testing Policy

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Atmungsaktivität beschreibt die Fähigkeit eines Materials, Feuchtigkeit (Schweiß) von innen nach außen zu transportieren, ohne dass Regen oder Wind von außen eindringen.
Im Sport sorgt atmungsaktive Kleidung dafür, dass dein Körper ein angenehmes Mikroklima behält – trocken, temperiert und leistungsfähig.

Kurz gesagt: Atmungsaktivität verhindert Hitzestau und Auskühlung – und ist damit entscheidend für Komfort und Performance.


✨ Definition & Bedeutung

Beim Training produziert dein Körper Wärme und Schweiß.
Wenn Feuchtigkeit nicht entweichen kann, entsteht ein Wärmestau, der deine Leistung reduziert und Scheuerstellen begünstigt.

Atmungsaktive Materialien:

  • leiten Schweiß nach außen
  • unterstützen Verdunstung
  • regulieren Körpertemperatur
  • reduzieren Reibung & Hautirritationen
  • verhindern Auskühlung nach Belastung
  • verbessern Tragekomfort bei intensiven Einheiten

Technisch wird Atmungsaktivität häufig über die Wasserdampfdurchlässigkeit (MVTR) oder den RET-Wert gemessen.
Je höher die Durchlässigkeit bzw. je niedriger der RET-Wert, desto besser kann das Material „atmen“.


🧩 Anwendung im Trainingsalltag

Atmungsaktive Materialien sind essenziell für:

  • Laufen
  • Fußball
  • Teamsport
  • Krafttraining
  • Trailrunning
  • Outdoor-Sport
  • Intervalltraining
  • Wettkämpfe

Typische Textilien mit hoher Atmungsaktivität:

  • Funktionsshirts
  • Laufjacken
  • Hybridjacken
  • Base Layer
  • Trainingsshorts
  • Kompressionskleidung

Besonders wichtig ist Atmungsaktivität bei hoher Intensität oder wechselnden Wetterbedingungen.


🔍 Häufige Missverständnisse & Fehler

„Atmungsaktiv heißt luftdurchlässig.“
Nicht unbedingt – atmungsaktiv bedeutet Feuchtigkeitstransport, nicht automatisch Winddurchlässigkeit.

„Baumwolle ist atmungsaktiv.“
Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf, transportiert sie aber schlecht ab – sie bleibt nass und kühlt aus.

„Je dünner das Material, desto besser.“
Nicht immer – moderne Membranen können dünn sein und trotzdem hohen Feuchtigkeitstransport bieten.


💡 Praxis-Tipps & Nutzen

  • Setze auf Funktionsmaterial statt Baumwolle.
  • Kombiniere mehrere Schichten, um Temperatur flexibel zu regulieren (Zwiebelprinzip).
  • Achte auf Belüftungszonen, z. B. Mesh-Einsätze.
  • Bei Regen auf Kombination aus wasser- und atmungsaktiv achten.
  • Wechsle nasse Kleidung schnell, um Auskühlung zu vermeiden.

Atmungsaktive Kleidung sorgt dafür, dass du dich selbst bei intensiven Einheiten trocken, leicht und leistungsfähig fühlst.


❓ FAQ – Was Sportler:innen oft fragen

Was bedeutet atmungsaktiv genau?
Das Material transportiert Schweiß nach außen und unterstützt Verdunstung.

Ist atmungsaktiv gleich winddicht?
Nein – das sind unterschiedliche Eigenschaften.

Warum ist Baumwolle ungeeignet für Sport?
Weil sie Feuchtigkeit speichert und nicht effektiv nach außen leitet.

Wie erkenne ich hohe Atmungsaktivität?
An technischen Angaben wie MVTR oder RET-Wert sowie an Mesh-Einsätzen.

Brauche ich atmungsaktive Kleidung auch im Winter?
Ja – besonders dann, um Schweiß abzuleiten und Auskühlung zu verhindern.

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